Lokale Initiative für Soziale Arbeit, Birkenfeld und Idar-Oberstein

Hilfen zur Sicherung der elementaren Grundbedürfnisse ("ELSI"):

Eine zunehmende Zahl Erziehungsberechtigter können die elementaren Grundbedürfnisse ihrer Kinder phasenweise nicht sicher gewährleisten; das kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Es kann daher sinnvoll sein, unter der fachlichen Koordination der sozialpädagogischen Familienhilfe niedrigschwellige Hilfen einzusetzen. Diese Hilfen bieten Unterstützungsleistungen bei der Hauswirtschaft, der Verbesserung der Wohnsituation und der hygienischen und medizinischen Vorsorge und Versorgung, sie können fehlende Mobilität kompensieren oder Vermüllung beseitigen; ergänzend können Hilfen hinzukommen, die sich an einzelne Familienmitglieder richten (z.B. Hausaufgabenhilfe, Freizeitgestaltung).

Zur Ergänzung oder Verstärkung des Erfolges einer SPFH können ergänzende Hilfen angeregt und vermittelt werden, die sich verstärkt an einzelne Familienmitglieder richten …. oder zur Sicherung der elementaren Grundbedürfnisse der Familie beitragen (z. B. Gesundheitsförderung, Vermittlung von Unterstützungsleistungen bei der Hauswirtschaft und im sozialen Umfeld). Die SPFH bietet die Möglichkeit, im Sinne eines Fallmanagements unterschiedliche Hilfen unter dem Dach der Familienhilfe zu koordinieren und für ein ganzheitliches, auf die Familie zugeschnittenes Hilfsangebot zu sorgen. Sämtliche Aktivitäten dienen dem Ausbau und der Stabilisierung der Ressourcen der Familienmitglieder und damit der Hilfe zur Selbsthilfe. SPFH kann somit zu einem vernetzten Angebot verschiedener Hilfen im sozialen Raum ausgebaut werden. (Empfehlungen des Landesjugendhilfeausschuss von 2004)

Eine Kompensierung von Defiziten ist hierbei nur als kurzfristige Intervention zu sehen, während die vorrangige Aufgabe ist, die Erziehungsberechtigten einzubinden, zu motivieren und zur Selbsthilfe zu befähigen. Die "ELSI"-Kräfte kommen nur auf der Basis von Hilfeplangesprächen und in der Anbindung an die sozialpädagogischen Fachkräfte zum Einsatz.

Wenn Familien dauerhaft überfordert sind, können "ELSI"-Hilfen im Rahmen einer längerfristig angelegten SPFH eingesetzt werden, sofern im Hilfeplan ein außerfamiliales Erziehungshilfeangebot abgelehnt wird.