Lokale Initiative für Soziale Arbeit, Birkenfeld und Idar-Oberstein

Erziehungsbeistandschaft, Betreuungshilfe (§ 30, ggf. in Verbindung mit § 41)

Zielgruppe:

(a)Junge Menschen (14 bis 18), die schulabstinentes Verhalten zeigen, und dadurch ihre Chance auf zukünftige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gefährden.
(b)Junge Menschen (12 bis 16), die in einer massiven Entwicklungskrise über einen begrenzten Zeitraum eine außerfamiliäre Bezugsperson benötigen.
(c)Junge Menschen (16 bis 20), die in beruflichen Integrationshilfen nach SGB II gefördert werden, denen aber die familiäre Unterstützung fehlt und die Hilfe beim erfolgreichen Realisieren des selbständigen Lebens benötigen.

Ziele:

Dem jungen Menschen soll geholfen werden, die aktuelle Entwicklungskrise ohne bleibende Schäden zu überstehen und eine motivierende Zukunftsperspektive zu entwickeln und zu realisieren. Dabei geht es darum, Selbsthilfepotentiale und Unterstützungsangebote im sozialen Umfeld zu aktivieren.

Leistungsinhalte:

Personenzentrierte Beziehungsarbeit ist als Basis zu sehen. Eine Kooperation mit den Erziehungsberechtigten und deren beratende Unterstützung ist ein Bestandteil der Erziehungsbeistandschaft (a und b); oft ist es sinnvoll, mit zwei Fachkräften zu arbeiten, um eine glaubwürdige Parteilichkeit realisieren zu können. Lösungsorientierte Kooperation mit den Schulen (a) und Vermittlung in praktische, berufsorientierende Erfahrungsfelder - möglichst mit sozialpädagogisch orientierter Anleitung. Soweit es um Verselbständigung geht (c), hat die Hilfe eine inhaltliche Nähe zum Betreuten Wohnen, wobei nach Maßgabe des Hilfeplans auch ein Einsatz von "ELSI"- Modulen möglich sein sollte.