Lokale Initiative für Soziale Arbeit, Birkenfeld und Idar-Oberstein

Sozialpädagogische Familienhilfe (§31 SGB VIII)

Zielgruppe:

SPFH richtet sich an Familien, die in unterschiedlicher Konstellationen mit minderjährigen Kindern zusammenleben und denen es aus eigener Kraft nicht möglich ist, ihre Selbsthilfepotenziale zu nutze n, da sie durch gesellschaftliche Entwicklungen, durch innerfamiliäre Probleme oder akute Krisen so belastet sind, dass sie umfassender Hilfe in Form der SPFH bedürfen. Unser Angebot richtet sich besonders an Familien in akuten Krisen, Familien mit großer Distanziertheit zu Hilfesystemen und Familien in materiellen Notlagen, in denen die angemessene Versorgung und Erziehung der Kinder gefährdet ist.
SPFH richtet sich aber auch als Beratungsangebot an Eltern in Trennungssituationen und kann auch die Form des Begleiteten Umgangs annehmen.

Ziele:

Unser Ziel ist, die Erziehungsberechtigten bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgaben und ihrer Fürsorgepflicht zu unterstützen. Die sozialpädagogische Familienhilfe hat als generelle Zielsetzung, die Selbsthilfepotentiale der Familie zu stärken oder ggf. zu reaktivieren. Insofern ist die Bereitschaft zur Mitarbeit von mindestens einem Elternteil unbedingt erforderlich. Die Ziele und Teilziele werden durch die Fachkräfte mit den Familien erarbeitet und in regelmäßigen Hilfeplangesprächen mit den MitarbeiterInnen des ASD abgestimmt.

Leitungsinhalte:

Wir orientieren uns in der Arbeit an den 2004 vom Landesjugendhilfeausschuss beschlossenen Empfehlungen. Im Sinne eines Fallmanagements koordiniert die sozialpädagogische Familienhilfe unterschiedliche Hilfen und sorgt für ein ganzheitliches, auf die Familie zugeschnittenes Hilfsangebot. Entscheidend für das Gelingen der Hilfe ist, dass ein Vertrauensverhältnis zwischen den Familienmitgliedern und der Fachkraft der SPFH aufgebaut und über längere Zeit aufrechterhalten wird. Die erforderlichen Leistungen zur Weiterentwicklung des Familiensystems richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der einzelnen Familie; diese können die Sicherstellung der Versorgung, die Sicherung der Erziehungsfähigkeit, Überschuldung, Fragen der Partnerschaft, die Bildung und die soziale Integration zum Thema haben.
Zur Aktivierung der Selbsthilfepotentiale ist eine Ressourcenorientierung die Basis der Arbeit mit der Familie; die systemische Sichtweise wird mit personenzentrierter Arbeit kombiniert. Der Sozialraumorientierung wird mit vernetzter Arbeit und der Bildung von Sozialraumteams Rechnung getragen.
Regelmäßiges Element der SPFH ist der Einsatz diagnostischer Verfahren, die aber auch als spezieller Auftrag für eine SPFH als Clearing oder als FAM (Families First) eingesetzt werden können.

Eine wichtige Ergänzung zu den Leistungen der sozialpädagogischen Familienhilfe kann der Einsatz von ELSI sein.